Dienstag, 26. November 2013

Giotto's Schaf im Sand des Bildkommentars verweht

Giotto malt ein Schaf in den Sand und wurde dadurch entdeckt. Heutige Hobby-Schafhirten sind oft IT-Anwendungsbetreuer und wollen durch Uploads von digitalisierten Fotos oder auch digitalisierten Schafen in Model-Communities als Starfotograf oder auch als schmutziger Profischafhirte entdeckt werden, damit Dolly im Royal Museum of Scotland auf TFG (time for green stuff) geknipst werden kann.

Profischafhirten der Gegenwart, sogenannte "contemporary sheeps", sind hoch sensibel und nutzen einen  Hirtenstock, getarnt als Einbeinstativ und verteidigen ihr Terrain mit Haut und Haaren vor dem Wolf, der nur ein digitales Schaf in Form eines Bildkommentars reißen will und in keinster Form den Hirten.  Erst ein kritischer subjektiver Bildkommentar vom Alphawolf animiert das  Rudel, sich auf das gleiche Schaf zu stürzen. Dann läuft der Schafhirte in Gefahr, dass das Rudeltier Wolf zum Trittbrettfahrer mutiert. 

Zu Giottos Zeiten war der Limes  noch ohne Elektrodraht, aber bevor sich das Rudel Wölfe auf das wehrlose Schaf stürzen, schützt sich der Schafhirte durch den Selbstkommentar "unbewusste Inkompetenz und Legasthenie".


Selbstkommentar von: Schmutz-B-ärlin *Sucht Models f. div. TfG-Projekte
Auch wenn es sich nicht um eine Foto handelt, mit dem die Ketten (Plural) speziell beworden werden sollen - dazu mehr im dritten Absatz -, ist das Thema der Bildreihe, zu der das Bild gehört, so ausgelegt, dass Afro-Schmuck ein wesentlicher Bestandteil des Bildes ist.
Es handelt sich um eine (gerade begonnene) Portraitreihe mit afrikanischen, bzw. afrikanischstämmigen Models, die ihre Wurzeln auch in ihrem eigenen Styling (mit Stolz) zeigen, und deratige Elemente hier mit europäischer Mode zu ihren ganz individuellen Stylings vermischen... Insofern ist die Kombination aus afrikanischem Schmuck und ihrem schon punkigen Haar-Styling exakt das, was ich haben wollte. Die farbigen Ketten habe von daher auch mit Absicht aus den Entsättigungen usw. herausmaskiert, und deren Dynamik sogar noch erhöht, um neben den Lippen noch einen weiteren, auffallend farbigen Bereich am Model zu kreieren. Afrika IST BUNT, mein Freund; sehr bunt.
Dass dich die Kette förmlich aus dem Bild zieht, liegt vielleicht eher daran, dass sich dir die Schönheit dieses Gesichtes einfach nicht offenbaren will. Ich kenne nur wenige Afrikanierinnen mit einerm solch schönen Profillinie... Von der Stirn über die, ganricht afrikanisch wirkende Nase, die vollen, aber nicht ZU vollen Lippen und das wikrlich wohlgeformte Kinn bis zum Hals. Selbst ihre Ohren finde ich ausgesprochen wohlgeformt.. ja schöm. Ich bleibe von daher immer wieder an dieser Profillinie mit meinen Blicken hängen; und weniger an den Ketten.
Dass bei dem Bild die Ketten auch einen starken Blickfang bilden, finde ich angesichts deren Herkunft auch alles andere als negativ. Es handelt sich um Papierperlenketten (Altpapier, dass mit Lacken durchtränkt in diesem Perlenformen gebracht wird.
Dieser Schmuck wird in Uganda im Rahmen etlicher Projekte zur Selbsthilfe von Frauen gefertigt, und über Fair-Trade-Vertriebswege und mit Hilfe von Charyty-Organsiationen in Europa verkauft. Durch die Herstellung des Schmucks können sich in Uganda viele Frauen einen sicheren, wenn auch nicht gerade üppigen Lebensunterhalt verdienen. Nicht selten ernährt eine Frau in der Schmuckherstellung sogar ihre ganze Familie davon.
Der geneigte Leser hat nun sicherlich eine genaue Vorstellung, was der Hobby-Schafhirte inhaltlich transportieren möchte. Kunsttransport von Serienkillern in angeketteten schwarzen garnicht afrikansich wirkenden Nasen in bunten Ketten (Plural) , damit es Fair-Trade auf der Schlachtbank punktual bei den nicht ZU vollen Lippen nicht zu rot wird?

Am Schlachthof legt man mindestens 30 € auf den Tisch für 1 KG abgehangenes Lammohrfilet.  Da das Schaf nicht aus meiner Zucht stammt, braucht MK-ASYL vom Schafhirten ein Nutzungsrecht, damit das Schaf auf meiner saftigen Blog-Wiese  friedlich grasen kann.  Das Nutzungsrecht für ein echtes Filetstück von "Schmutz-B-ärlin" wurde mir verwehrt und vorsorglich auf rechtliche Schritte hingewiesen, obwohl ich lukrative 30 € für den Schmutz investieren wollte.

Glücklicherweise gab mir Justitia die Göttin der Gerechtigkeit einen schwarzen 500er Edding und ich konnte damit eine Ikonographie eines echten  "Schmutz-B-ärlin" Schafs anfertigen. Plagiatismus in der singulären Bildsprache eins Hobby-Schafhirten:




Hier nun der original Bildkommentar, der Auslöser war, zum referenzierenden Foto. Die Buchstaben stehen stramm in Reihe und Glied und der ökologische Legasthenie-Strom durch den Limes ist im Fluss.

Bildkommentar von: Urparktüte


Finde die Kette zu dominierend und sie zieht mich förmlich aus dem Bild. Wenn sich das Bild inhaltlich mit Modeschmuck auseinandersetzt, sollte zumindest noch Raum für die Schattierung der Kette geschaffen werden. Ansonsten ist der Modeschmuck überflüssig.
Schmutz-B-ärlin interpretiert hier sicherlich nur das genmanipulierte Schaf Dolly in einer ausgefeilten Inszenierung mit wohlgeformten Ohren. Aufgrund seines Selbstkommentars bedarf es nochmals einer weiteren Stellungnahme in Form eines 2. ergänzenden Kommentars.

Bildkommentar von: Urparktüte

Eine ellenlange Erklärung bedarf das  Bild Fuckface von Kendell Geers nicht, obwohl auch hier die Ohren wohlgeformt sind. Ketten gibts hier keine, jedoch wurde die weiße Farbe auch in Uganda produziert und der Farbenhersteller ist nach Fare-Trade zertifiziert. Ich glaube bei deinem Bild fehlt dir die innere Distanz zur Wahrnehmung, die so mancher IT-Anwendungsbetreuer vermisst.

Strategisch äußerst klug ist zusätzlich ein Gegenkommentar, um den bösen Wolf vor weiteren Kommentaren zu seiner Schafherde einzuschüchtern. Bei Schmutz-B-ärlin ging das aus wie das Hornberger Schießen. Dank der unbewussten Inkompetenz hat er seinen Kommentar nicht gelöscht und auf MK-ASYL bleibt der B-ärliner Schmutz auf dem Lutz.    



Bildkommentar von: Schmutz-B-ärlin *Sucht Models f. div. TfG-Projekte

Beinhart, 
mir ist echt schleierhaft, wie Du in dieses Geknipse soviel geplantes Arrangement hineininterpretierst.
Ich kenne von meinen Reisen durch Ost- und Südeuropa genügend Wohnzimmer, die tatsächlich so oder so ähnlich aussehen.
Und erhrlich gesagt, halte ich den Sedcard-Inhaber bei Betrachtung seiner restlichen Bilder für nicht fähig zu einer solch ausgefeilten Inszenierung, wie Du sie hier zu sehen glaubst.


Die theatralischen Charakterzüge von Schmutz-B-ärlin lassen an Jeff Wall erinnern, der bewusst Schafwolle von Baumwolle unterscheiden kann. Anscheinend haben sich Beinhart und Schmutz in die Wolle gekriegt. Ist denn nun der bewusst gewählte grüne Bademantel aus Baumwolle oder aus Schafwolle?  Ein Hobby-Schafhirte mit einer unbewussten Inkompetenz im Kontext "Schafe züchten" kann wohl kaum einen Baum von einem Schaf unterscheiden, wobei der Baum für Geknipse steht und die ausgefeilte Inszenierung steht für ein Schaf. Das arme Schaf B-ärlin hat wohl auf seinen Reisen durch Ost und Südeuropa schon zu viel abgegrast.

Übrigens sind mittlerweile alle Kommentare  unter dem Foto von Schmutz-B-ärlin *Sucht Models f. div. TfG-Projekte im Sande verweht. Die Hoffnung entdeckt zu werden stirbt immer zuletzt und dafür müssen viele Schafe in diversen TFG-Projekten geschlachtet werden.

Durch unermüdlichen Arbeitseinsatz einer Charity Organisation wurde nun ein Ignorezaun um die Schafweide von  Schmutz-B-ärlin errichtet. Die Funktion des Ignorezauns schützt nun alle Schafe des leidenschaftlichen Hobby-Schafhirten vor dem bösen Wolf. Somit löst der Ignorezaun für die "contemporary sheeps"  nun den Limes von Giotto ab und Limes ist nun frei für alkoholische Getränke mit Fruchtpampe. Ein Prosit auf Pisa, Schmutz und Trieste!  
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